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Marie-Antoinette, eine Putzfrau und die Harfe

Stereotypisch betrachtet, existiert wohl eher eine Verbindungslinie zwischen Harfe und Engeln: Ein Glissando scheint uns direkt an das Himmelstor zu katapultieren. Ein solches Klischee wirkt einengend, aber Tjasha Gafner sieht darin auch eine Chance. Denn Harfenist*innen seien mitverantwortlich dafür, wie sie gesehen werden – man müsse nur die Zügel selbst in die Hand nehmen. Sich krampfhaft zu verstellen, um der Engel-Schubladisierung ein Ende zu setzen, komme jedoch nicht in Frage: «Ich bin mir bewusst, dass ich eine Harfenistin mit langen blonden Haaren bin. Aber ich ändere mich nicht, nur damit ich wie eine Rebellin wirke.» Vielmehr könne sie mit ihren Programmen versuchen, die Vielseitigkeit der Harfe aufzuzeigen.